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Haus Combüchen

Seit September 2005 ist autismus Köln/Bonn e.V. Träger seiner 2. Wohneinrichtung Haus Combüchen. Haus Combüchen liegt in dem kleinen Örtchen Combüchen an der Stadtgrenze von Bergisch Gladbach und ist wie Haus Hommeln eine Wohneinrichtung mit Therapeutischem Beschäftigungsbereich. Hier leben und arbeiten 16 erwachsene Menschen mit Autismus.

Haus Combüchen bietet eine reizarme und überschaubare Umgebung mit klar gegliederter Wohnform. Die bauliche Konzeption mit kleinen Wohneinheiten entspricht den Bedürfnissen von Menschen mit Autismus.

Die Zielgruppe der Einrichtung sind wie in Haus Hommeln erwachsene Menschen mit Autismus, die aufgrund der Art und der Schwere ihrer Behinderung eine auf ihre besonderen Bedürfnisse ausgerichtete Betreuung brauchen.

Voraussetzung für die Aufnahme in eine spezielle Einrichtung für Menschen mit Autismus ist die fachärztliche Diagnose Frühkindlicher Autismus (F 84.0). Sämtliche Bewohner fallen unter den Leistungstyp 14.

Vor dem Hintergrund des § 53 SGB XII sind alle Inhalte der pädagogischen Arbeit in Haus Combüchen auf die Ziele fokussiert, das körperliche und psychische Wohlbefinden der Bewohner zu gewährleisten, ihre soziale Integration zu fördern und ihnen eine angemessene Beschäftigung zu ermöglichen. Die salutogenetische Perspektive in der Betreuung ist hier von zentraler Bedeutung. Die Wohneinrichtung bietet jedem Bewohner eine umfassende, auf den Einzelnen abgestimmte Begleitung und Förderung im Hinblick

  1. auf die Entwicklung und Erweiterung persönlicher, sozialer und kommunikativer Kompetenzen,
  2. auf die Integration im Haus und außerhalb des Hauses und
  3. die Erweiterung von Erfahrungen.

Altersgerechte Ansprache und eine pädagogische Haltung, die die BewohnerInnen als Erwachsene anerkennt und ihnen Selbständigkeit, Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit entsprechend den vorhandenen Möglichkeiten zugesteht, sind die Grundvoraussetzungen des Umgangs miteinander.

Arbeit ist integraler Bestandteil des Lebens in Haus Combüchen. Dem Wohnhaus angeschlossen sind vier therapeutische Beschäftigungsbereiche: eine Schreinerei, eine Töpferei, die Hauswirtschaft und der Bereich Kochen.

Der Tagesablauf ist räumlich wie zeitlich für die BewohnerInnen in Arbeits- und „freie Zeit“-Bereich gegliedert. Der Aufbau der einzelnen Arbeitsabläufe berücksichtigt die individuellen Möglichkeiten und Kompetenzen der jeweiligen BewohnerInnen. Die Angebote in den Werkräumen bieten den BewohnerInnen Gelegenheit für sinnerfülltes Tun. Die Gestaltung der Arbeitsplätze in den Werkräumen berücksichtigt individuelle Eigenheiten.

Auch in der „freien Zeit“ steht das Prinzip im Vordergrund, die individuellen Bedürfnisse und Vorliegen der einzelnen BewohnerInnen zum Ausgangspunkt von Aktivitäten zu nehmen.